Ein kleines Licht

Ich gehe über Feld und Wiese.
Der Schnee liegt hoch,
es weht eine kalte Brise.
Der Mantel hält mich kaum noch warm,
was denn auch?
Steif gefroren sind Bein und Arm.
Da sehe ich ein schönes Haus,
es steht einsam und still zwischen hohen Tannen,
seine Spitze schaut aus dem Wald hinaus.
Meine Schritte lenken mich,
ich renne,
das Haus zieht mich zu sich.

Im Fenster steht ein kleines Licht,
flackert leicht, mir ins Gesicht.
Ich verliere mich in seinem Schein,
wie schön wäre es, jetzt bei dir zu sein.

Ich geh zur Tür und klopfe an,
ist wohl jemand da?
Doch es kommt niemand zur Tür heran.
Ich warte noch und klopfe erneut,
vielleicht wohnt hier ein altes Mütterlein?
bestimmt aber nette Leut.
Kein Geräusch, kein Ton erklingt,
Die Zeit verrinnt,
die Stille gewinnt.
Ich will weitergehen,
doch sehe was im Fenster,
und bleib dann wieder stehen.

Im Fenster steht ein kleines Licht,
flackert leicht, mir ins Gesicht.
Ich verliere mich in seinem Schein,
wie schön wäre es, jetzt bei dir zu sein.

Plötzlich ist mir, als hör ich Glocken klingen,
fordert die Kälte ihren Tribut?
Es klingt von oben, als würden Engel singen.
Ich lenk meinen Blick hinauf zum Himmel,
sternenklar mit Mondenschein,
und einer Kutsche gezogen von einem Schimmel.
Ich kann es nicht glauben, was ich dort seh,
bestimmt ist’s nur ein Traum,
oder ist es der Tot, zu dem ich nun geh?
Doch dann erblick ich dein Gesicht,
deine wunderschönen Augen,
du flüsterst leise ein Gedicht.

Im Fenster steht ein kleines Licht,
flackert leicht, mir ins Gesicht.
Ich verliere mich in seinem Schein,
wie schön ist es, jetzt bei dir zu sein.